Reise durchs Baltikum

Litauen, Lettland, Estland – das Baltikum hatten wir uns diesmal für unsere Reise vorgenommen. 

 

Nachdem wir bereits einige Kilometer Richtung Norden hinter uns gebracht hatten, machten wir erst einmal Zwischenstopp in Celle.

 

Weiter ging es nach Kiel, von dort brachte uns dann die Fähre nach Klaipeda in Litauen. 

 

20 Stunden dauerte die Reise auf See bis wir unseren Zielhafen erreicht hatten.

Baltikum

Litauen

Kurische Nehrung

Der Seeweg – und damit die nächste Fähre – ist die einzige Möglichkeit, um auf die Kurische Nehrung zu gelangen. Wir waren schon sehr gespannt, da dieses Gebiet ja zum UNESCO Welterbe zählt. 

Die Kosten von 24,60 Euro für die Fähre und 20 Euro Eintritt in den Nationalpark haben sich auf jeden Fall gelohnt 🙂 .

 

Wieder zurück an Land und Weiterfahrt mit unserem kleinen Wohnmobil in den

Pape Nationalpark.

Nur in Begleitung eines „guides“ kommt man hier zu Wildpferden und Auerochsen.

https://www.latvia.travel/de/sehenswurdigkeit/naturpark-papes

Kuldiga

stand am nächsten Tag auf unserem Programm. Ins Landesinnere auf einer staubigen Schotterstraße führte unser Weg zum breitesten (?!) Wasserfall Europas.

Touristen verschlägt es wohl kaum in dieses zauberhafte Städtchen. Schön für uns :)).

 

Lettland

Wieder zurück an der Küste  in

Ventspils

hatten wir Litauen (vorerst) bereits verlassen und Lettland erreicht.

 

Hier stand die Besichtigung der Ordensburg auf dem Programm. 

https://www.celotajs.lv/de/e/ventspilslivonijaspils 

 

Weiter ging die Fahrt in nördlicher Richtung an der Küste entlang zum

Kap Kolka. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kap_Kolka

Sonne, angenehme Temperaturen und ein menschenleerer Strand. So begeisterte uns das Baltikum immer wieder von Neuem.

 

Dass wir auf den Campingplätzen keinen westlichen Standard erwarten dürfen, war uns schon klar. Etwas „überwältigt“ waren wir dann aber doch von der „Ausstattung“. 

Plumpsklo, Sommerdusche (Warmwassertank auf dem Dach) und Wasch-/Abwaschgelegenheit im Freien 🙄 Schön, wenn man da seine eigenen Sanitäranlagen mit hat.

 

Auf dem Weg nach Riga

Riga

Riga war die erste der 3 baltischen Hauptstädte, die wir besichtigt haben. Mit 700.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt des Baltikums. Ein schöner Tag mit entspanntem Sightseeing bleibt uns in guter Erinnerung.

Jetzt war wieder Natur angesagt und so ging die Reise weiter in den

Gauja Nationalpark. 

 

 

Estland

Die Grenze zwischen Lettland und Estland haben wir erst einmal – zurückgekehrt aus dem Landesinneren – auf dem „Seeweg“ erkundet.

Der Steinwall ist hier sozusagen der Zollschranken, der die beiden Länder trennt  🙂 . 

 

 

Der

Soomaa Nationalpark

stand als Nächstes auf unserer Reiseroute. Eine völlig andere Landschaft erwartete uns hier. Wie alle Wanderwege, die wir gegangen sind, ist auch dieser sehr „benutzerfreundlich“ angelegt. 

 

Riisa Moorpfad 

Biberpfad

Weiter ging es dann nach

Haapsalu,

wo wir die Bischofsburg besichtigen wollten. War aber nur eingeschränkt möglich, da sie umfassend restauriert wird. Im ganzen Baltikum wird offensichtlich viel getan, dass die alten Bauten vor dem Verfall gerettet werden. Darum war dies auch nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die wir nur von außen sehen konnten.

Da bot sich als Alternative ein kleiner Spaziergang durch das Städtchen an.

 

Haapsalu

Auf dem Weg nach Tallin, der Hauptstadt Estlands, machten wir noch einen Abstecher zum Schloss Fall. Das Schloss ist in Privatbesitz, aber der schön angelegte Park ist öffentlich. 

Tallin

Um etwas mehr von Land und Leuten zu verstehen, haben wir uns den regnerischen Tag zum Anlass genommen, das Freilichtmuseum von Tallin zu besichtigen.

Weiter ging es zum Caravanplatz in Vanamoisa in der Nähe der Hauptstadt, denn am nächsten Tag war Stadtbesichtigung angesagt. 15 Minuten zu Fuß zum Bahnhof von Saue, dann mit dem Zug für 5,60 Euro hin und zurück für 2 Personen nach Tallin :).

So eine Stadtbesichtigung macht natürlich hungrig 😉

Ein Geheimtipp aus unserem Reiseführer war der

Turm von Kiiu.

Der war unser nächstes Ziel.

https://www.visitestonia.com/de/die-vasallenburg-bzw-der-turm-kiiu

In der angeblich kleinsten Burg gab es neben einem freundlichen Empfang auch noch Kaffee, selbstgemachten Kuchen und feine Brötchen. 

Majakiri

Nach einer kurzen Wanderung zum drittgrößten Findling Estlands  

 

https://www.visitestonia.com/de/lehrpfad-majakivi-pikanomme

war wieder einmal Kultur angesagt :).

Viinistu

Der Besuch im Kunstmuseum in Vinistu hat sich absolut gelohnt. Es befindet sich im alten Fischkühlhaus und zeigt Werke estnischer Künstler aus verschiedenen Epochen.

https://www.visitestonia.com/de/das-kunstmuseum-viinistu

Und wir sind auch wieder am Meer angekommen  😀 . Ganz anders sieht es hier aus mit den Findlingen, aber sehr beeindruckend.

 

 

 

Das Baltikum ist reich an Burgen, bzw. Burgruinen. Immer wieder war eine interessante auf unserer Reiseroute zu bestaunen. Diesmal die Überreste der

Tolsburg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Toolse

 

Saka Kliff

Ich muss gestehen, dass ich mir die Steilküste nur von oben angesehen habe ;). War aber auch schön!

 

Narwa

Die Grenze Estlands zu Russland war der östlichste Punkt unserer Rundreise durchs Baltikum. Das stand eigentlich nicht auf dem Plan, aber die Gelegenheit wollten wir uns trotz eines ziemlichen Umweges dann doch nicht entgehen lassen. Hier ist die Narwa der Grenzfluss zu Russland und nach St. Petersburg wären es nur mehr 158 km gewesen. Allerdings hätten wir da ein Visum gebraucht und außerdem haben wir die Stadt bereits gesehen.

Nun ging es aber endgültig Richtung Süden.

Auf das Nonnenkloster von

Kuremäe

waren wir schon besonders gespannt. Das einzige tätige russisch-orthodoxe Nonnenkloster in Estland. 

https://www.visitestonia.com/de/nonnenkloster-in-puchtitz-kloster-von-kuremae

Natürlich haben wir uns auch Wasser aus der heiligen Quelle geholt und damit unseren Kaffee gekocht.

 

 

Weiter ging es zu den roten Felsen von

Kallaste:

 

Ruinen und Burgen hatten wir auf unserer Fahrt schon einige besichtigt, Herrenhaus allerdings noch keines – was nun endlich nachgeholt wurde :). Das schöne an dieser Besichtigung war: Wir durften überall hineingehen und uns überall hinsetzen, außer es gibt ein Schild mit „verboten“ . Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und so auf eigene Faust das ganze Haus erkundet. Verbotsschild habe ich übrigens kein einziges gesehen!

https://www.visitestonia.com/de/das-herrenhaus-alatskivi-dt-allatzkiwwi

 

Einen Diener hab ich mir immer schon gewünscht ;).

 

Weiter ging die Reise nach

Tartu.

Das Städtchen  ist absolut sehenswert :). Klein, aber fein – und daher nicht so viele Kilometer zu laufen ;). Hier liegen alle Sehenswürdigkeiten nah beisammen. 

 Am beeindruckendsten war aber wohl der Dom von Tartu oder jedenfalls das, was von ihm noch übrig ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_Tartu

Die wenigen Städte auf unserer Runde haben wir gerne besichtigt. Entspannender und eindrucksvoller im Baltikum war allerdings die Natur. Zum Beispiel hier die

„Rote Schlucht Suur Taevaskoja“.

Rouge

Endlich habe ich meinen inneren Schweinehund einmal überwunden und den 30 m hohen Aussichtsturm bestiegen 😆 . War übrigens gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte.

 

Vasstseliina

Und natürlich gab es in der Nähe wieder eine Burg, die man unbedingt besichtigen musste :):

https://www.visitestonia.com/de/ruinen-der-bischofsburg-von-vastseliina

Viele Erklärungen und Einsichten in das Leben im Baltikum bekamen wir von Eva (ausgesprochen Ewa), die hier den Shop betreut. Es war schön, nach so vielen Tagen auch wieder einmal jemanden deutsch sprechen zu hören. Und die ehemalige Deutsch-Professorin freute sich, dass sie ihre Kenntnisse  anwenden konnte.

 

Den Baka haben wir großteils per Auto erkundet. Die Straße führt hier nämlich durch eine beeindruckende Seen-, bzw. Moorlandschaft.

Das letzte Ziel dieses Tages war der

Skulpturenpark „Kristus Kalus“.

Sehr berührend, aber doch nur etwas für katholisch sehr Fortgeschrittene 😉 .

Aglona

Katholisch ging es auch am nächsten Tag mit der Besichtigung der Wallfahrtskirche in Aglona weiter.

https://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_Mari%C3%A4_Himmelfahrt_(Aglona)

Zarasai

Die kleine Stadt besuchten wir dann wegen des „Riesensteges“, die 17 Meter über dem gleichnamigen See liegt und in einer Spirale zum Strand führt.

 

Weiter ging es zur Holzkirche in

Stelmuze:

https://www.visitaukstaitija.lt/de/sehenswurdigkeiten/landgut-stelmuze-1/

 

Selbst wenn man das Gefühl hat, schon genug Burgen gesehen zu haben, kann man dann doch nicht vorbeifahren, wenn eine am Weg liegt. Dieses Mal war es die Burg von Dubingiai, die besucht werden wollte.

https://www.visitaukstaitija.lt/de/sehenswurdigkeiten/burgplatz-dubingiai-der-ein-burghugel-hei-t-brucke-dubingiai/

 

Die Aussicht vom Burghügel war zwar grandios, die Ausgrabungen der Burg konnten wir allerdings nur durch ein Fenster bestaunen. Zur Zeit unser Besichtigung war das Museum leider geschlossen.

Mittelpunkt Europas

Bevor wir nun die Hauptstadt Litauens ansteuerten, ging es noch zum „Europos Centras“. Diesen Titel beanspruchen zwar mehrere Länder, bzw. Orte für sich, wir waren natürlich am einzig echten und richtigen Mittelpunkt 😉 . 

Vilnius

Litauen war das erste Land im Baltikum, das wir besucht haben, Vilnius die letzte Hauptstadt. Anders als Riga und Tallin, aber auch sehr sehenswert!

Uzupio res publika

Natürlich durfte auch ein Besuch in der „Republik Uzupis“ nicht fehlen. 

Der Staat hat zwar keine völkerrechtliche Anerkennung (war ja eigentlich eine Kunstaktion), verfügt aber über eine Flagge, einen Präsidenten und eine Verfassung ? Verfassung

Merkine

Mit der kurzen Wanderung auf den Burgberg von Merkine ist das letzte Ziel auf unserer Reise durch das Baltikum erreicht. 

 

Aber immer noch nicht das Ende unserer Reise. Schließlich müssen wir ja noch nach Salzburg. Wir haben uns für die Route über Polen und Tschechien entschieden. Da gab es doch noch einiges, das wir sehen wollten.

Polen

Studzieniczna

Dass die Polen „ihren“ Papst noch immer sehr verehren, konnten wir in der Wallfahrtskirche in Studzieniczna erleben.

http://www.urlaubsland-polen.pl/nachrichten/detailseite/11122010-Studzieniczna%3A-Auf-den-Spuren-des-polnischen-Papstes-in-August%C3%B3w-1070

Bialystok

Die Stadt Bialystok haben wir eigentlich nur besichtigt, weil sie direkt auf der Strecke lag und sich für eine Zwischenübernachtung angeboten hat. Wäre schade gewesen, wenn wir sie nicht gesehen hätten:

In Polen waren wir zwar letztes Jahr schon, aber bis Warschau sind wir damals nicht gekommen. Haben es also diesmal nachgeholt.

Warschau

Laut App: Temperatur im Schatten 35°, gefühlt 38° – Hund müsste man sein ;).

Zu mehr als einem Stadtspaziergang hat es bei diesen Temperaturen nicht gereicht. So haben wir  uns im Park ein etwas kühleres Plätzchen gesucht.

 

Wir hatten noch einige Pläne für die Heimfahrt, also ging es am nächsten Tag weiter.

Theo, wir war’n in Lodz :))

Allerdings auch nur des Liedes wegen, denn sehenswert ist die Stadt eher nicht. Macht nichts, weiter geht es nach

Tschenstochau

Durch unseren Zwischenstopp in Lodz sind wir erst am späten Nachmittag angekommen. Somit war die Masse der Touristen in ihren Bussen bereits wieder auf dem Heimweg und wir konnten in Ruhe die Spiritualität dieses besonderen Ortes erfahren. 

 

Tschechien

Jetzt boten uns die nächsten Kilometer keine Besonderheiten mehr, so dass wir zügig bis Znaim weitergefahren sind. Wieder ein kleines Städtchen, das absolut sehenswert ist. Vom Parkplatz in die Stadt waren zwar auf Stufen einige Höhenmeter zurückzulegen, dafür gab’s dann aber auch als Belohnung ein Eis.

 

Mehr als 4 Wochen waren wir jetzt durch 6 Länder unterwegs. Höchste Zeit, wieder einmal die Heimat zu sehen ;).

Österreich

Im Mohndorf Armschlag haben wir uns noch für die restlichen 230 Kilometer gestärkt und uns für einige Mohnstrudel eingedeckt. 

 

 

 

5241 km haben wir in diesen 4 Wochen zurückgelegt, viel gesehen, viel gestaunt und jeden Tag genossen. Welches der 3 baltischen Länder uns am besten gefallen hat? Da muss ich erst noch einmal laaange nachdenken 😆 .