Wie ich mein Brot backe

Wie ich mein Brot backe, soll nicht länger ein Geheimnis bleiben ;). Es hat ja lange genug gedauert, bis es so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt hatte!


Seit einigen Jahren backe ich mein Schwarzbrot selbst  – nicht aus Sparsamkeits – sondern aus Geschmacksgründen. Nach vielem Probieren und zahlreichen missglückten Versuchen (aber essen konnte man das Brot! immer) habe ich geschafft, dass mein Brot nicht nur gut schmeckt, sondern auch optisch so aussieht, wie ich es mir vorstelle.

Hermann ansetzen (ja, die Reiferen unter uns werden sich noch daran erinnern!)

100 g Weizenmehl

1 EL Zucker

½ Pkg. Trockenhefe

150 ml lauwarmes Wasser

 in einem Plastikgefäß mit einem Plastiklöffel gut verrühren und die Schüssel gut verschließen. Teig 2 Tage an einem warmen Ort gehen lassen, hin und wieder kurz verrühren.

3. Tag: 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

nach dem 3. Tag beginnt der erste Hermann-Tag.

 

Hermann-Brief:

1. Tag: ruhen lassen.

2., 3., 4., Tag: umrühren.

5. Tag: füttern mit:

         1 Tasse Mehl

         ½ Tasse Zucker (oder etwas weniger)

         1 Tasse Milch (oder auch Buttermilch, Kombucha…)

6., 7., 8., 9. Tag: umrühren.

10. Tag ist Backtag! noch einmal füttern mit:

         1 Tasse Mehl

         1 /2 Tasse Zucker

         1 Tasse Milch

Anfangs habe ich diese Anleitung sehr genau befolgt: Ruhen lassen, füttern, in den Kühlschrank stellen,  backen. Mittlerweile sehe ich das schon etwas gelassener – Hermann verzeiht vieles. Und er ist auch nicht beleidigt, wenn er zwischendurch einmal für einige Zeit in den Gefrierschrank muss. Ein pflegeleichter Mann! Jedenfalls ist nach dieser Prozedur jetzt eine Art Sauerteig entstanden und das Brotbacken kann beginnen!

Hermann-Schwarzbrot wie ich es mache:

1 kg Roggenmehl

600 g Weizenmehl

Brotgewürz (gibt es fertig zu kaufen)

2 Tassen Hermann

6 Tl Salz

3 Pkg. Trockenhefe

3 El Essig

ca. 800 ml kaltes Wasser

Mehl und Hefe in die Küchenmaschine (falls Ihre so viel fassen kann, sonst eine kleinere Menge nehmen) und kurz durchmischen, Hermann und Wasser dazugeben. Ordentlich durchkneten, bis der Teig die richtige Festigkeit hat.

Wichtig: Ich nehme eiskaltes Wasser, gebe sogar noch einige Eiswürfel dazu. Der Teig wird nämlich in der Küchenmaschine sehr warm und weich und man ist versucht, das Ganze mit Mehl wieder in die richtige Konsistenz zu bringen. Entgegen den allgemeinen Gepflogenheiten muss mein Teig jetzt nicht in die Wärme, sondern in die Kälte. Entweder auf den Balkon oder in den Kühlschrank. Dadurch braucht er zwar zum Gehen länger (ca. 2 Stunden), aber es zahlt sich aus.  Wenn er zwischendurch aufgegangen ist, knete ich ihn noch einmal durch und lasse ihn dann noch einmal gehen. Vor dem Brotformen noch einmal ordentlich durchkneten.

Da ich leider keinen Brotbackofen habe, behelfe ich mich mit einem Pizzastein. Der wird auf den Rost auf die unterste Schiene gelegt und das Backrohr auf höchste Stufe vorgeheizt.

Aus ca. der Hälfte des Teiges (die andere Hälfte kommt in der Zwischenzeit wieder in den Kühlschrank) Brote formen (ich nehme für jedes ca. 1/2 kg Teig) etwas flachdrücken und in der Mitte einschneiden. Ordentlich von alles Seiten mit Mehl bestäuben. Etwa. 1/2 Stunde – diesmal bei normaler Zimmertemperatur – gehen lassen.

Jetzt kommen die Brote in das vorgeheizte  Backrohr, werden mit Wasser besprüht und 8 Minuten bei höchster Stufe und anschließend bei ca. 160 Grad weitere 15-20 Minuten gebacken.

Guten Appetit und vielleicht lassen Sie es mich wissen, wie es gelungen ist!



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